Über die Abteilung
Neben der Behandlung von Patienten mit allen Erkrankungen aus dem Gebiet der allgemeinen Inneren Medizin liegt der besondere Schwerpunkt der gastroenterologischen Abteilung auf der Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Bauchspeicheldrüse sowie der Leber und der Gallenwege.
Alle isolierpflichtigen Infektionserkrankungen können darüber hinaus auf der speziell ausgestatteten Infektionsstation behandelt werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Ernährungsmedizin, die sich sowohl auf die Diagnostik bei ernährungsbedingten Erkrankungen als auch die ernährungsmedizinische Beratung einschließlich Sondenernährung konzentriert.
Auf den Normalstationen der gastroenterologischen Klinik mit 64 Betten werden jährlich 3.500 Patienten stationär behandelt. Im Rahmen der Privatsprechstunde des Chefarztes sowie der im Hause gelegenen Filialpraxis der Gastroenterologischen Gemeinschaftspraxis Minden können alle Krankheitsbilder auch ambulant versorgt werden, soweit dieses medizinisch vertretbar ist.
Die Abteilung legt sehr großen Wert auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen des Klinikums Minden, um den Patienten eine schnelle und hochmoderne Behandlung zu ermöglichen. Im Rahmen einer modernen Viszeralmedizin (lat. viscera = Eingeweide, innere Organe) erfolgt eine besonders enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Allgemeinchirurgie in der internistischen und chirurgischen Behandlung von Krankheiten und Verletzungen des gesamten Magen-Darmtraktes, der Leber und der Bauchspeicheldrüse.
Da Krebserkrankungen häufig im Magen-Darmtrakt auftreten, ist die Gastroenterologische Klinik ein wichtiger Behandlungspartner des am Klinikum Minden bestehenden, durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierten Darmkrebszentrums (http://www.mkk-nrw.de/klinikum-minden/krebszentren/darmkrebszentrum.html)
Alle endoskopischen Untersuchungsmethoden (= Spiegelungen des Magen-Darm-Traktes) werden zentral in einer speziellen Funktionseinheit für das gesamte Klinikum durchgeführt. Im Rahmen des Neubaus erfolgte die apparative Ausstattung der Endoskopie auf den modernsten Stand und wird regelmäßig an die rasante Entwicklung endoskopischer Geräte angepasst.
Neben diagnostischen Untersuchungen:
• Magenspiegelung (Gastroskopie)
• Darmspiegelung (Koloskopie)
• Darstellung der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsenganges (ERCP)
• Spiegelung des Dünndarms mittels Doppelballonendoskopie
• Endoskopisch geführter Ultraschall von „Innen“ (Endosonografie)
ermöglicht die interventionelle Endoskopie heute alle möglichen komplexen Eingriffe:
• Abtragung von schwierigen Polypen
• Steinentfernung aus den Gallenwegen
• Blutstillung im gesamten Magen-Darm-Trakt
• Aufweitung von Verengungen (Stenosen)
• Einsetzen von Stents in Speiseröhre, Magen, Darm oder Gallenwege
• photodynamische Therapie bei Krebserkrankungen der Gallenwege
• Materialgewinnung aus nur endosonografisch zugänglichen Strukturen
• Zystendrainagen
Auch hier besteht die Möglichkeit einer ambulanten Behandlung, soweit sie medizinisch sinnvoll ist. Da jede endoskopische Untersuchung auch einen Vorsorgecharakter im Hinblick auf Krebserkrankungen des Verdauungstraktes hat, werden alle Untersuchungen sorgfältig und unter Verwendung moderner Detektionsverfahren (NBI-Technologie, Chromoendoskopie) sowie ausgiebiger Gewebeentnahmen durchgeführt. Eine Kapselendoskopie kann in Zusammenarbeit mit der Gastroenterologischen Gemeinschaftspraxis Minden durchgeführt werden.
Ergänzt werden die endoskopischen Untersuchungen durch eine moderne Ultraschalleinheit sowie ein 2010 angeschafftes Funktionslabor mit high resolution Manometrie des oberen und unteren Magen-Darmtraktes und einer pH-Metrie/Impendanz-Einheit, um so komplexe Funktionsstörungen am oberen und unteren Verdauungstrakt zu diagnostizieren.
Mühlenkreiskliniken reagieren auf Patientenbedürfnisse
Zu weiteren MeldungenHans-Nolte-Straße 1
32429 Minden
Telefon: 0571 / 790 – 0
info@klinikum-minden.de
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