Über die Abteilung

Die Kinderklinik am Klinikum Minden befindet sich im Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) des 2008 bezogenen neuen Johannes Wesling Klinikums. Jährlich werden in der Kinderklinik über 4.500 Kinder stationär in 68 Betten betreut.
Zur Kinderklinik gehören eine Kinder-/Frühgeborenenintensivstation, eine kinderonkologische Einheit, eine IMC-Station sowie eine große interdisziplinäre Kinderstation.
Die Kinder und ihre mit aufgenommenen Begleitpersonen sind im ELKI in familien- und kindgerechter Umgebung untergebracht. Speziell auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Kindern geschulte Physiotherapeutinnen, Logopädinnen, Ergotherapeutinnen, Diätassistentinnen sowie eine Kinderpsychologin unterstützen das ärztliche und pflegerische Team.
Allen Kindern ohne Ansteckungsgefahr steht das lichtdurchflutete Kinderpenthouse als Spielzimmer zur Verfügung. Hier können die Patienten von Erzieherinnen tagsüber betreut werden.
Außerdem befinden sich im ELKI das Früherkennungszentrum mit der interdisziplinären Frühförderstelle des JWK und der Kreissaal mit der Wöchnerinnenstation.
Die Versorgung ambulant behandelter Kinder erfolgt in der Notfallambulanz und in verschiedenen Spezialambulanzen.
Seit Juli 2010 gibt es eine kinderkardiologische Praxis im Medizinischen Versorgungszentrum der Kinderklinik.
Es werden alle Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters nach neuesten wissenschaftlichen Richtlinien diagnostiziert und behandelt . Damit ergibt sich ein weites Spektrum an Erkrankungsbildern, angefangen von der Versorgung extremer Frühgeborener auf der Intensivstation für Früh- und Neugeborene bis zu Kindern mit bösartigen Tumorerkrankungen.
Auf der onkologischen Station werden krebskranke Kinder in einer besonders ansprechend gestalteten Umgebung betreut. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Patienten mit Hirntumoren, die in Kooperation mit der Neurochirurgie und Strahlenklinik nach den neuesten Erkenntnissen der Tumorforschung behandelt werden. Die Mitaufnahme eines Elternteils sowie spezielle Aufenthaltsräume erleichtern die Behandlung der Kinder.
In der hämatologisch-onkologischen Ambulanz werden Kinder mit allen Erkrankungen des Blutes wie zum Beispiel Blutarmut, Leukämien und Immunschwächen oder aber mit Krebserkrankungen wie zum Beispiel Knochen-, Nieren oder Hirntumoren betreut. Eine Gerinnungsambulanz steht zur Abklärung von Gerinnungsstörungen wie z.B. der Bluterkrankheit zur Verfügung.
In der Diabetesambulanz können die an Zuckerkrankheit erkrankten Kinder und die betroffenen Eltern geschult werden. Hier werden Therapieergebnisse überprüft und Probleme des täglichen Alltages besprochen.
Die endokrinologische Ambulanz befasst sich mit allen Störungen des Hormonsystemes, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Behandlung von Wachstumsstörungen liegt. Für die Anfallsdiagnostik steht für unsere ambulanten und stationären Patienten ein volldigitalisierter EEG-Ableitungsplatz zur Verfügung.
Hochmoderne Ultraschallgeräte helfen bei vielen Krankheitsbildern die bildgebende Diagnostik ohne Strahlenbelastung durchzuführen; z.B. könne ambulant sonographische Refluxprüfungen der Harnwege durchgeführt werden.
In der Sprechstunde für Lungenkrankheiten (Asthma, Mukoviszidose etc.) kann durch den Einsatz eines modernen Bodyplethysmographen die Therapieeinstellung optimiert werden.
Die Ambulanzen werden vervollständigt durch das Früherkennungszentrum (FEZ), in dem - vergleichbar einem Sozialpädiatrischen Zentrum - Kinder mit drohenden oder vorhandenen Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten, körperlichen oder geistigen Behinderungen diagnostiziert und behandelt werden. Das FEZ ist mit der Interdisziplinären Frühförderstelle (IFF) eng verzahnt, die im ELKI des Klinikums Minden und am Krankenhaus Lübbecke ihre Leistungen anbietet.
Als akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover wird der ärztliche Nachwuchs während des Studiums im Fachgebiet der Kinderheilkunde ausgebildet. Im Rahmen der Facharztweiterbildung verfügt der Chefarzt über die volle Weiterbildungsermächtigung zum Arzt für Kinder- und Jugendmedizin und im Schwerpunkt Neonatologie. Ferner kann der Schwerpunkt Kinder- Hämatologie und –Onkologie erlangt werden.

Station E11 - Neonatologie
Auf der Station E11 (ärztliche Leitung OA Dr. A. Tigges, pflegerische Frau Sylvia Schlüter) finden Sie unsere Früh- und Neugeborenen-Intensivstation. Unser Schwerpunkt liegt hier in der Betreuung und Behandlung extrem unreifer Frühgeborener. Durch die Erfolge der neonatologischen Intensivmedizin können heute Frühgeborene ab der 23. bis 24. Schwangerschaftswoche mit einem Gewicht von 500 g oder weniger überleben. Neben den Frühgeborenen können aber auch bei Reifgeborenen Anpassungsschwierigkeiten, bereits vorgeburtlich erkannte Erkrankungen oder unvorhersehbare Probleme, eine fachspezifische Behandlung erfordern.
Für alle unsere Patienten stehen 5 Patientenzimmer, 16 Betten und 14 Beatmungsplätze zur Verfügung. Die Behandlungsplätze sind mit modernsten Überwachungs- und Beatmungsgeräten und Inkubatoren versehen. Die technische Ausstattung beinhaltet u. a. die Hochfrequenzbeatmung, amplitudenintegrierte EEG-Überwachung (aEEG), und therapeutische Hypothermiebehandlung nach neuesten Standards. „Größere“, ältere Kinder werden entweder ebenfalls auf der E11 oder je nach räumlicher Verfügbarkeit auf der interdisziplinären Intensivstation (I12) in enger Zusammenarbeit mit weiteren Fachabteilungen (z. B. Anästhesie, Neurochirurgie, Unfallchirurgie u. s. w. ) betreut.
Die Räumlichkeiten beinhalten eine moderne Tür-an-Tür-Anbindung an den Kreißsaal. Dies ermöglicht uns die sofortige neonatologische Versorgung von Frühgeburten, ohne dass belastende Transporte notwendig werden oder die kinderärztliche Anwesenheit bei jeder Risikoentbindung (z. B. Kaiserschnittentbindung, Entbindung per Saugglocke).
Auf unserer Station werden Ihre Kinder von einem Team mit einem höheren Anteil von Pflegekräften mit intensivmedizinischer Fachweiterbildung betreut. Für besondere Situationen steht ein Elternschlafzimmer zur Verfügung.
Station E22

In unserer Kinderklinik werden auf der Station E22 Kinder und Jugendliche mit Bluterkrankungen und onkologischen Krankheiten versorgt. Das verantwortliche Team besteht aus drei Hämato-Onkologen, dem Chefarzt Prof. PD. Dr. Bernhard Erdlenbruch, den Oberärzten Dr. Martina Rose und Dr. Ansgar Tigges, dem Pflege- und psychosozialen Team, Erzieherinnen, einer Lehrerin und anderen Mitarbeitern.
Nach der Diagnosestellung einer Krebserkrankung bei einem Kind oder Jugendlichen werden nach ausführlicher Aufklärung der Familie die Therapiemaßnahmen eingeleitet.
Dazu zählen unter anderem Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung. Unsere Patienten werden alle nach den in Deutschland vorliegenden Richtlinien der GPOH (Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie) behandelt. Lediglich eine Stammzell- oder Knochenmarktransplantation ist in unserer Klinik nicht möglich. Wir arbeiten aber seit vielen Jahren in dieser Hinsicht gut mit der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover zusammen.
Im Vordergrund steht für uns der betroffene Patient mit seiner Familie. Es ist uns sehr wichtig, eine positive und familiäre Atmosphäre zu bieten.
Um den Familien in schwerer Zeit etwas Erleichterung zu verschaffen, gibt es eine so genannte Quietsch-Küche für die onkologisch Kranken, wo neben Kochen, Spielen und anderen Aktivitäten auch ein Austausch betroffener Eltern untereinander mit Gesprächen möglich ist. Auch gibt es Musikangebote, einen Clown und Aktionen, die von unserer Elterninitiative ausgehen.
Die Übernachtung erfolgt fast immer im Einzelzimmer mit Begleitung durch ein Elternteil.
Auf der Station E22 werden auch Patienten mit nicht infektiösen Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus Typ1, psychosomatischen Störungen, operierte Patienten (z.B. nach Blinddarmentfernung, HNO-ärztlichen Eingriffen oder urologischen Operationen) behandelt.
Die Diagnostik einer onkologischen Erkrankung, einer Bluterkrankung oder einer angeborenen oder erworbenen Blutgerinnungsstörung und die regelmäßige Betreuung dieser Patienten erfolgt über die hämatologisch-onkologische Ambulanz, hier werden die Patienten auch im Rahmen von Nachsorgeuntersuchungen nach Krebserkrankung regelmäßig untersucht.
Ärztlich zuständig ist hier die Oberärztin Dr. Martina Rose.
Eine Terminabsprache ist über die Arzthelferin Britta Rix unter der Telefon-Nr. 0571/790 - 54041 möglich.
Diabetesambulanz

Die Kinderklinik des Johannes Wesling Klinikum ist von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als Schulungs- und Behandlungseinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus zertifiziert. Sowohl bei Ersterkrankungen und akuten Stoffwechselentgleisungen als auch im Rahmen strukturierter Gruppenschulungen werden die Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern stationär betreut. Die ambulante Langzeitbehandlung erfolgt in unserer DiabetesambulanzUnsere Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche befindet sich im Erdgeschoss des ELKI. Im Team mit unserer Kinder- und Jugendärztin und Diabetologin, Diabetesberaterin DDG, Psychologin, Ernährungsberaterin und Erzieherin betreuen wir jährlich ca. 80 Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus. Durch unsere Anbindung an das Johannes Wesling Klinikum können wir sämtliche Fachdisziplinen bei Bedarf in die Behandlung mit einbeziehen. Alle stationären Patienten der Kinderklinik, die an Diabetes mellitus leiden, werden von uns und dem Stationsteam der E 22 gemeinsam betreut.
Die ambulante Betreuung erfolgt auf Überweisung in unserer Ermächtigungsambulanz (Dr. med. Sabine Claußnitzer, Kinder- und Jugendärztin, Diabetologin). Wir bieten die regelmäßige Betreuung in unserer Sprechstunde ebenso wie stationäre und ambulante Schulungen für Kinder, Jugendliche und Eltern inklusive Insulinpumpenschulungen an. Die Schulungen finden mit anerkannten und evaluierten Schulungsprogrammen statt. Wir nehmen teil an der Qualitätssicherung durch DPV.
Das Team: Dr. med. Sabine Claußnitzer (Kinder- und Jugendärztin, Diabetologin), Christina Lorenz (Kinderkrankenschwester, Diabetesberaterin DDG), Dipl. Psych. Heide Kluck, Kinder- und Jugend-Psychotherapeutin, Heike Dethard und Sabine Laser-Jelliti, Ernährungsberaterinnen, Ellen D’Oria, Erzieherin
Mühlenkreiskliniken reagieren auf Patientenbedürfnisse
Zu weiteren MeldungenHans-Nolte-Straße 1
32429 Minden
Telefon: 0571 / 790 – 0
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