Mkk - Mühlenkreiskliniken

Presseresonanz der Mkk - Mühlenkreisklinken

Presseresonanz, 28.05.2010:
Der Personalabbau ist gestoppt
WB
Die Mühlenkreiskliniken haben in drei Monaten einen operativen Gewinn von 1,6 Millionen erwirtschaftet
Lübbecke (WB/Christian Busse). Die Sanierung der Mühlenkreiskliniken schreitet voran. Zu dieser Einschätzung kam Klinik-Chef Dr. Matthias Bracht bei der Vorstellung der Quartalszahlen. In den ersten drei Monaten hat der Klinikverbund einen operativen Gewinn in Höhe von 1,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Erwartet war ein Verlust von 200 000 Euro.
»Wir sind mit den Zahlen auf Zielkurs - sogar ein Stückchen besser«, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Bracht. Am Ende des Jahres soll ein operativer Gewinn in Höhe von 7,6 Millionen Euro stehen. »Das können wir erreichen, und vielleicht wird es noch ein bisschen mehr«, sagte Bracht.
Doch über den Berg sei der Klinikverbund auch mit dem Jahresabschluss nicht. Zwar habe man ein großes Stück der Sanierung erreicht. »Aber der Weg bis zu einem ausgeglichenen Haushalt 2012 ist noch steinig«, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Bornemeier.
Der operative Gewinn beschreibt lediglich die direkten Ein- und Ausgaben. Investitionen und Zinszahlungen sind damit noch nicht abgedeckt. »Wir brauchen einen operativen Gewinn von etwa 20 Millionen Euro, um einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können«, erläuterte Bracht.
Grund für die gute Entwicklung sei das Sanierungskonzept. So konnte durch die Steigerung der Patientenzahlen ein Umsatzplus von vier Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet werden. Auch die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus konnte von 7,3 Tage auf 7,1 reduziert werden. Das sei auf ein Entlass-Management zurückzuführen. Schon bei der Einlieferung eines Patienten wird dabei die Entlassung geplant und terminiert.
Nach Angaben des Vorstandes ist der Personalabbau weitestgehend abgeschlossen. 195 Arbeitsplätze sind in den vergangenen zwei Jahren gestrichen worden. »Wenn es weiter so gut läuft, werden wir wieder Personal einstellen«, sagte Bracht.
Kritisch sieht Bracht den anhaltenden Streik der Ärzte. Bisher habe der Klinikverbund dadurch einen Umsatzrückgang von etwa einer Million Euro erlitten. »Das trifft uns hart.« Daher hoffe man auf eine schnelle Lösung des Konflikts. Es sei sehr ärgerlich, dass zurzeit nicht einmal verhandelt würde. »Wir haben zum Telefon gegriffen und unsere Verhandlungsführer aufgerufen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nichts ist schlimmer als Stillstand«, sagte Bracht.
Ob das Beratungsunternehmen Roland Berger dem Konzern weiter zur Verfügung stehen wird, ist noch unklar. Der Vertrag läuft noch bis Ende August. »Wir beraten, ob wir die Hilfe noch brauchen«, sagte Bracht. Eines sei aber klar: »Der Sanierungsprozess wird fortgeführt.«
In dem guten Zwischenergebnis sieht Bracht auch eine Bestätigung seiner Vorstandsarbeit. »Die teilweise geäußerten Befürchtungen, mit den Sanierungsmaßnahmen sei eine gute Patientenversorgung nicht möglich, waren falsch«, sagte Bracht. Sämtliche Ziele, die man in Minden vorgegeben habe, seien in anderen Krankenhäusern schon erreicht worden. »Wir haben nichts unmögliches verlangt. Da wurde viel Panik gemacht«, sagte Klinik-Chef Bracht.
Das Krankenhaus Lübbecke steht im Vergleich der fünf Kliniken gut da. Besonders die Patientenausrichtung sei vorbildlich. Ein Problem sei hier allerdings die Verweildauer, die im Durchschnitt noch zu hoch sei .
 
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